Pollino

Programmvorschlag:

1. Tag: Benvenuti
Sie kommen in Bari am Vormittag an. Nach der Abholung am Flughafen werden Sie bis Matera fahren, Ihrem ersten Ziel in der Basilikata. Check-in im Hotel in den berühmten Sassi, den Felsenwohnungen. Je nach Ankunftszeit: Zeit zur Entspannung bei einem Mittagessen. Dann beginnt eine erste Erkundungstour durch diese imponierende Stadt zusammen mit einer lokalen Stadtführerin. Nicht umsonst ist Matera seit 1993 zum Weltkulturerbe erklärt worden. Das Abendessen nehmen Sie in einem Restaurant inmitten der Sassi mit lokalen Spezialitäten ein.
Dauer der Stadtbesichtigung ca. 2,5 Std.

2. Tag: Felsenkirchen und tiefe Schluchten

Der heutige Tag ist dem einmaligen archäologischen Gebiet um die Stadt Matera gewidmet. Sie werden staunen Sie bei den Felskirchen auf der Murgia Materana, die ein einzigartiges Zusammenspiel von Natur und Kultur ergeben und teilweise älter als 1000 Jahre sind, prähistorische Ansiedlungen aus dem Paläolithikum und Wehrdörfer auf dieser Exkursion kennen lernen. Nach diesem spektakulären Tag können Sie bei einem kulinarischen Abendessen das Gesehene nochmals Revue passieren lassen. Während der Wanderung wird ein Picknick eingenommen.
Dauer je 2,5 Std. vormittags und 2 Std. am Nachmittag, leicht, da kaum Steigungen dabei sind.
Alternative: Wandern am Vormittag und am Nachmittag freie Zeit in den Sassi von Matera

3. Tag: Flora und Fauna in wilder Landschaft
An diesem Tag werden Sie eine Wanderung im Naturschutzgebiet von San Giuliano zwischen Matera und Grottole unternehmen. Hier befindet sich das Gebiet der Gravine, der tiefen Schluchten, die nahe Matera die Gegend kennzeichnen. Diese Wanderung wird auch die Vogelliebhaber begeistern, abgesehen von der reichhaltigen Flora. Einen Mittagsimbiss nehmen Sie in einem der Gutshöfe ein, die Rinder-und Schafzucht betreiben. Am Nachmittag werden Sie noch die Stadt Montescaglioso besuchen, die hoch über dem Bradano-Fluss thront und deren Ursprünge schon im 10. J.v.Chr. liegen. Stadtbesichtigung und danach Rückfahrt nach Matera. Das Abendessen nehmen Sie wieder mit lukanischen Spezialitäten in einem Restaurant der Altstadt ein.

4. Tag: Die Spielzeuglandschaft der Lukanischen Dolomiten
Dass die Basilkata teilweise am Meer liegt ist relativ bekannt, dass es in dieser Region auch Gebirge gibt eher weniger. Heute werden Sie die Lukanischen Dolomiten kennen lernen. Die Auffahrt zum kleinen Ort Pietrapertosa ist einfach spektakulär und sehr schnell wird klar, warum dieses Gebirge Dolomiten heißt, denn sie sind den „echten“ Dolomiten sehr ähnlich. Die beiden Orte Pietrapertosa und Castelmezzano, im 9. Jhdt. Unter sarazenischer Herrschaft!, sind nur durch eine tiefe Schlucht getrennt. Wir werden diese Strecke zwischen den beiden Orten erwandern (nicht durch die Schlucht!)und dabei ein traumhaftes Panorama genießen. Einen Mittagsimbiss gibt es in einem ländlichen Gasthof, Am Nachmittag kann, wer mutig genug ist, den Volo dell’ Angelo mitmachen (www.volodellangelo.com, von Mitte Juni bis Mitte September in Betrieb), an einem Drahtseil hängend die ca. 1,4 km lange Distanz zwischen den beiden Orten zurücklegen und dabei in die ca. 400 m tiefe Schlucht hinab sehen. Am späteren Nachmittag geht es dann zurück nach Matera. Abendessen natürlich ebenfalls wieder landestypisch im Restaurant.

5. Tag: Die Bewegungen der Erde
Der heutige Vormittag steht zu Ihrer freien Verfügung, um noch einen letzten Bummel durch Matera zu machen. Mittagessen zu Ihrer freien Wahl. Am frühen Nachmittag werden Sie zu Ihrem nächsten Hotel im Nationalpark des Pollino aufbrechen. Die ca. 2-stündige Fahrt wird unterbrochen von einer Stippvisite in Pisticci und Craco.
Pisticci ist von weitem zu sehen durch seine Position hoch über dem Basentotal. Wie viele Städte in der Basilikata existierte hier schon eine Ansiedlung 700 v.Chr. Ihr heutiges Aussehen verdankt die Stadt einem großen Erdrutsch im 17. Jahrhundert.
Von hier oben genießen Sie einen Blick über das ganze Tal und seinen ausgeprägten „Calanchi“ (Erosionen), die das Markenzeichen dieses Gebiets darstellen.
Auf der Weiterfahrt liegt unweit der 1975 aufgegebene Ort Craco. Mit seinen unbewohnten, wettergebeutelten Häusern, über denen nur der intakte normannische Turm herausragt, bildet diese Geisterstadt sicherlich eine einprägsame Erinnerung. Am späten Nachmittag erreichen Sie dann Ihr Hotel im Pollino. Am Abend werden Sie verwöhnt mit den vorwiegend hausgemachten Spezialitäten des Pollino.

6. Tag: Göttergarten
Am Morgen werden Sie Ihre erste Tour in diesem wunderbaren Nationalpark unternehmen, der geprägt ist von den sehr eindrucksvollen, bizarren Panzerkiefern. Sie beginnen die Wanderung vom Colle dell’Impiso auf 1570 m aus und werden auf Ihrem Wanderweg atemberaubende Panoramen genießen. Der Weg hat den Garten der Götter, den „Giardino degli Dei” zum Ziel. Sicherlich werden Sie keine Probleme haben, sich selbst dem Paradies ein Stück näher zu fühlen. Nicht umsonst heißt der Weg auch „Straße der Giganten“, denn die gewaltigen Panzerkiefern werden Sie staunen lassen. Mittagessen als Picknick. Rückkehr am Nachmittag und Gelegenheit zum Entspannen oder zu einem kleinen Bummel. Abendessen im Restaurant.
Gesamtgehzeit ca. 4,5 Std., Höhenunterschied ca. 500 m, leicht

7. Tag: Tanzende Kiefern
An diesem Morgen werden Sie eine Wanderung zum Serra delle Ciavole unternehmen. Der Wanderweg beginnt auf 1600 m und führt durch bezaubernde Wälder, herrlicher Flora und an bizarren Felsen vorbei. Auf der Grande Porta del Pollino werden Sie ein Picknick haben, um dann weiter an den „tanzenden Panzerkiefern“ vorbei den Gipfel des Berges zu erreichen. Sicherlich werden Sie auf dieser Wanderung sehr viel dauerhafte Eindrücke einer Gegend gewinnen, die wohl als einzigartig gelten kann. Rückkehr ins Hotel am Nachmittag. Abendessen im Hotel, natürlich wieder mit den hervorragenden lokalen Spezialitäten.
Gesamtgehzeit: 5 Std. (kann verkürzt werden), Höhenunterschied ca. 520 m, leicht

8. Tag: Mediterraner Zauber
Azurblaues kristallklares Wasser, Steilküste und Sandstrand, Bougainvillea bewachsene pastellfarbene Häuser, die Stadt hingeschmiegt an den Berg und über all dem Zauber - wie in Rio - eine riesige Christusfigur auf dem Monte San Biàgio, das ist Maratea. Es lässt sich ein Vergleich mit dem kampanischen Positano nicht umgehen, jedoch ohne die Touristenmassen und die entsprechenden Preise. Hier können Sie einen freien Tag genießen zum Baden, zum Einkaufen oder was auch immer Sie bevorzugen. Mittagessen zur freien Wahl unter den vielen kleinen Restaurants. Rückkehr ins Hotel am späten Nachmittag und zum letzten Mal ein Abendessen mit lukanischen Spezialitäten.

9. Tag: Arrivederci Basilicata!
Es ist der Tag des Abschiednehmens von einer Region, die viele Gesichter hat. Transfer zum Flughafen in Bari oder Neapel.

©Ulla Kastner